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Und Pauli, welche Rasse bist denn du?

 

"Äh, ich bin ein reinrassiger portugiesischer Straßenköter, das sagt mein Frauchen zumindest, wenn sie gefragt wird. Und, dass sie vermutet, dass ich früher mal ein Erdmännchen war."

Die Vorteile dieser einmaligen Rasse: Sie riechen alles, und mit großer Wahrscheinlichkeit finden sie anschließend alles. Sie sind gewandt in jeder möglichen und unmöglichen Lebenssituation und wahre Charmeure obendrein. Mit Freundlichkeit kommt man im Leben weiter, so lautet das Grundmuster ihres Denkens. Wenn es sein muss, können sie auf zwei Beinen laufen - Pauli stellt dies zumindest jeden Tag unter Beweis. Denn was ein Mangel an Körpergröße unmöglich macht, rückt der "Zweifüßlergang" in vielen Fällen doch noch in erreichbare Nähe. Andere Vertreter dieser Spezies haben sich ebenfalls auf Kunststücke spezialisiert, die das Leben leichter machen.

Straßenhunde lassen sich etwas einfallen

Singen zum Beispiel können viele glücklicherweise auch. Wenn jemand - egal on Zweibeiner oder Vierbeiner - widerrechtlich das Rudel verlässt, kann Hund ihm dank dieser Gabe lautstark den Rückweg erleichtern. Zusammengefasst: "Nobody is perfect", das gilt auch für diese "Rasse". Aber dafür auch: "Natural born cool". Das Geheimnis vieler Vertreter dieser Spezies: Seit Generationen aufs Überleben programmiert sind "Schlauheit" und "Gewieftheit" quasi ihre zweiten Vornamen.

Genau hier hatte ich doch im letzten Frühling einen Knochen versteckt...


„Nur mit dem Herzen sieht man gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.”

Antoine de Saint-Exupéry, "Der Kleine Prinz"

Was nun das Thema "Schönheit" angeht, so liegt diese im Auge des Betrachters - das weiß niemand besser als Pauli. Schon seine Mama war ein herzensguter Hund, aber nach herkömmlichen Kriterien vielleicht nicht unbedingt der Inbegriff von Attraktivität. Mehr lang als hoch und nicht gerade zierlich. Zahlreiche, meist wahrscheinlich ungewollte Schwangerschaften dürften dazu beigetragen haben. Und von ihren Jahren als Kettenhund hat sie unschöne Narben am Hals zurückbehalten. Trotzdem: Schlug sie die rehbraunen Augen auf, flogen ihr alle Herzen zu.

Aufs Aussehen kommt es also nicht an. Pauli findet sein Frauchen schließlich auch immer schön und eines Hundebussis wert. Naja, fast immer. Hat sie sich herausgeputzt und riecht zu allem Überfluss nach Parfüm, muss Hund nicht nur niesen, sondern es ist zu befürchten: „Gleich verlässst sie das Haus, und wenn es schlecht läuft ohne mich.“ Steht sie dagegen morgens mit Jogginghosen und den alten Stiefel vor ihm, ist alles bestens: Jetzt stehen die Zeichen auf „Gassi gehen“.

 

Ob blond ob braun, der Pauli liebt alle Frauen...

Dürfte er sich einen weiteren Vierbeiner als Gefährten aussuchen, wäre er begeistert. Denn "gemeinsam sind wir stark", ist eine weitere Grundregel, die ihm quasi via Genpool übermittelt wurde. Der Checkpot wäre eine Hündin an seiner Seite. Zickig sollte sie nicht gerade sein. Aber hätte sie, wenn möglich, kuscheliges langes Fell, so wäre unser kleiner Portugiese mehr als glücklich. Weitere Anforderungen: keine. Reinrassig oder nicht, Pauli wäre beides recht...

Auf zwei Beinen sieht man besser.

Heulender Hund
Dass ich auch singen kann, hört ihr hier.